Welche Hundearten sind für Allergiker geeignet?

Eine Tierhaarallergie löst bei vielen Menschen starke Reaktionen aus. Nicht selten kommt es zu Atembeschwerden, Asthma, tränenden Augen oder Bindehautentzündungen. Dabei sind es genau genommen nicht die Tierhaare, sondern die Eiweiße in Speichel und Hautschuppen, die eine Allergie hervorrufen. Nun sollte aber diese Überempfindlichkeit den Wunsch nach einem Hund nicht gleich zunichtemachen. Viele Fragen zu Hunden werden im Internet beantwortet, dennoch sollte man sich über mögliche Risiken der Tierhaarallergie informieren.

Grundsätzlich sind hygienische Maßnahmen besonders wichtig, sobald ein Hund mit im Haushalt lebt. Das Tier selbst muss sehr gut gepflegt werden. Dazu zählen die regelmäßige Ungezieferprophylaxe und eine adäquate Fellpflege. Darüber hinaus wirken ein guter Staubsauger und ein täglicher Feuchtputz der Fußböden Wunder. Nach einem ausgiebigem Streichel- und Spielkontakt mit dem Stubenwolf gehört gründliches Händewaschen zur Routineübung.

Allergiker dürfen sich auf keinen Fall irgendeine Hunderasse unbedacht ins Haus holen. Als geeignet haben sich besonders Pudel, Malteser, Yorkshire Terrier und Havaneser erwiesen. In den USA wird bereits seit einigen Jahren eine Kreuzung aus Pudel und Labrador gezüchtet. Unter der Rassebezeichnung “Labradoodle“ sind diese mittelgroßen Hunde längst auch in Deutschland anzutreffen. Alle für Allergiker geeigneten Hunderassen bilden weder Unterwolle, noch kommen sie zwei- bis dreimal jährlich in den Fellwechsel. Zwar verlieren auch diese Feuchtnasen einige Haare, jedoch längst nicht so viele, wie ihre Artgenossen. Durch diesen sehr geringen Haarverlust minimieren sich die Eiweiße, die speziell über abfallende Haare verbreitet werden.

Unter den erwähnten Hunderassen findet sich sicherlich für jeden Hundefreund und Allergiker der richtige vierbeinige Begleiter. Wer die Anschaffung eines kleineren Hundes ins Auge fasst, wird im Yorkshire Terrier einen fröhlichen und intelligenten Kameraden mit freundlichem Wesen finden. Auch die lustigen, temperamentvollen Havaneser und Malteser sind eine echte Lebensbereicherung. Dem pfiffigen Malteser sollte allerdings früh genug beigebracht werden, nicht grundlos zu bellen. Diese Rasse neigt dazu, sich als unermüdlicher Dauerkläffer Gehör und Aufmerksamkeit zu verschaffen. Für Familien mit kleineren Kindern sind kleinwüchsige Rassen schon aus dem Grund eine gute Wahl, weil große Hunde oft zu kräftig und ungestüm sind. Der Pudel zeigt sich in Bezug auf Größe absolut vielseitig. Ihn gibt es vom Toy- bis zum Königspudel, und somit von circa 27 cm Schulterhöhe bis zur beachtlichen Abmessung von 60 cm. Pudel sind äußerst gelehrig und besitzen die Eigenschaft, nicht zu haaren. Eine regelmäßige Schur steht allerdings bei dieser Rasse auf dem Pflegeprogramm ziemlich weit oben. Ebenfalls sehr intelligent zeigt sich der Labradoodle, der häufig als Blindenführhund eingesetzt wird. Dank dieser speziellen Zucht müssen nun auch sehbehinderte Menschen, die an einer Tierhaarallergie leiden, nicht mehr auf einen treuen Begleithund verzichten.

30. September 2011 von Umwelt-Freak
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